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e5-Audit 2021

Das Spinnendiagramm zeigt die sechs Handlungsfelder und den Erfüllungsgrad von Judenburg. Eine langjährig aktive Gemeinde wie Judenburg zeichnet sich nicht durch einzelne isolierte Leuchtturmprojekte aus, sondern verfolgt quer durch die Bank eine vorbildliche Klimapolitik, die von vielen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren getragen und umgesetzt wird. Dies zeigt sich in einem homogenen Profil mit einem möglichst hohen Umsetzungsgrad in allen Bereichen. 

Das energiepolitische Profil der Stadtgemeinde Judenburg zeigt im Wesentlichen ein sehr homogenes Bild. Allein das Handlungsfeld 2 Kommunale Gebäude und Anlagen liegt nicht über 75%. Die Gemeinde erreichte auch bei diesem Audit das langfristige wünschenswerte Ziel, ein möglichst homogenes Bild mit möglichst hohem Umsetzungsgrad zu erreichen

Die e5-Kommission urteilt im Audit-Bericht abschließend:

„Besonders aufgefallen ist der Kommission die hervorragende und langjährige Arbeit des e5-Teams unter der Leitung von Eva Volkar. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Projekten, sowie das langjährige Engagement der Stadtgemeinde mit dem Umweltamt unter der Leitung von Helfried Kreiter spiegeln das große Umweltbewusstsein der Judenburger wider. Die vielen Effizienz- und Suffizienzmaßnahmen machen sich nicht nur durch finanzielle Einsparungen sondern auch beim sinkenden Energieverbrauch und damit CO2-Ausstoßbemerkbar.

Mit dem Leitbild der Stadtgemeinde 2020 ist es gelungen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu setzen, die jetzt umgesetzt und mit Leben gefüllt werden müssen.

Die e5-Kommission gratuliert der Stadtgemeinde Judenburg zu den erzielten Erfolgen. Das langjährige Engagement im Umwelt- und Klimaschutzbereich führt zur Re-Zertifizierung mit dem fünften Judenburg gehört damit zu DEN europäischen Vorzeigegemeinden im Bereich der Energieeffizienz.“


Handlungsfeld Entwicklungsplanung und Raumordnung

Im Handlungsfeld 1 wurden weniger Punkte erreicht, weil durch die Umstellung des Maßnahmenkataloges seit dem letzten Audit neue Maßnahmen und Themen, wie beispielsweise die Klimawandelanpassung, hinzukamen und verschiedene Anforderungen verschärft wurden. So wurde zum Beispiel die Gewichtung im Bereich der Energieraumplanung erhöht.

Stärken (Auszug):

  • Die Gemeinde ist Teil einer KEM-Region, KLAR!-Region, Klimabündnis-Gemeinde und beim Konvent der Bürgermeister
  • Detaillierte Wärmeenergiedatenerhebung auf Haushaltsbasis
  • Leitbild mit Maßnahmen mit den als u.a. wichtigsten Umwelt, Sufizienz und Belebung des Ortszentrums
  • Zentrumsentwicklung mit Stadt-Atelier und Stadtkümmerer
  • Nachhaltiger Energieaktionsplan Judenburg „2020“
  • Verkehrskonzepte für alle Mobilitätsbereiche
  • Gute Bilanz- und Indikatorensysteme

Potentiale (Auszug):

  • Erstellung SECAP
  • Privatrechtliche Verträge mit energierelevanten Kriterien bei Verkauf oder Verpachtung öffentlicher Grundstücke (Ziel: Ansiedlung grüner Firmen)
  • Bestehende Energieraumplanungen in einem Sachbereichskonzept Energie zusammenfassen

Handlungsfeld kommunale Gebäude und Anlagen

Im Handlungsfeld 2 konnte im Vergleich zum Audit 2017 nicht zugelegt werden, hier sind die Grenz- und Zielwerte für kommunale Gebäude und Anlagen strenger geworden sind. Die Sanierung der Volksschule Stadt wird hier noch nicht berücksichtigt, da die Daten aus der Energiebuchhaltung, die für das Audit herangezogen wurden aus dem Jahr 2019 stammen.

Stärken (Auszug):

  • Energiebuchhaltung für alle öffentlichen Gebäude und Anlagen
  • Anschluss der kommunalen Gebäude an die Biomassefernwärme
  • Sanierung Volksschule Stadt inkl. Umstellung Heizung von Elektrospeicheröfen auf Biomassefernwärme
  • Sanierungsplanung für alle öffentlichen Gebäude

Potentiale (Auszug):

  • Festlegen von Standards für Neubau, Sanierung und Betrieb von öffentlichen Gebäuden
  • Umsetzung der Sanierungsplanungen für öffentliche Gebäude in vorbildlichem Standard

Handlungsfeld Versorgung und Entsorgung

Auch im Handlungsfeld 3 kam es durch die Umstellung des Maßnahmenkataloges so wie auch in den Handlungsfeldern 4 (Mobilität) und Handlungsfeld 5 (Interne Organisation) zu einer schlechteren Bewertung.

Stärken (Auszug):

  • Stadtwerke als starker Partner
  • Hoher Anteil an erneuerbaren Energiequellen bei der Wärmeversorgung im gesamten Gemeindegebiet

Potentiale (Auszug):

  • Aufgreifen des Themas Bürgerbeteiligungsanlagen, auch in Zusammenhang mit den erneuerbaren Energiegemeinschaften
  • Abwassergebühr einführen und durch Stadtgemeinde einheben (→ Zugriff auf Förderungen!)
  • Optimierung der Kläranlage

Handlungsfeld Mobilität

Im Handlungsfeld 4 führte die Umstellung des Maßnahmenkataloges ebenfalls zu einer schlechteren Bewertung.

Stärken (Auszug):

  • Gut ausgebauter öffentlicher Verkehr (ÖBB, Aichfeldbus, Citybus, Citytaxi,
  • Gutes Rad- und Fusswegenetz
  • Attraktive Gestaltung der öffentlichen Flächen

Potentiale (Auszug):

  • Erhöhung Parkgebühr inkl. Zweckwidmung für klimarelevante Projekte
  • Mikro-ÖV-Lösungen im Innenstadtbereich, in den einzelnen Stadtteilen bzw. zum Bahnhof
  • Evaluierung Begegnungszone inkl. Maßnahmenplanung zur weiteren Verkehrsberuhigung

Handlungsfeld Interne Organisation

Auch im Handlungsfeld 5 kam es durch die Umstellung des Maßnahmenkataloges zu einer schlechteren Bewertung als 2017.

Stärken (Auszug):

  •  Sehr gut aufgestelltes e5-Team mit Vertretern aus Politik und allen wichtigen Verwaltungsabteilungen 
  • Jährliche Aktivitätenplanung und Erfolgskontrolle im Zuge daes Jahresplanungsworkshops
  • Regelmäßige Teamtreffen

Potentiale (Auszug):

  • Beschaffung nach naBe-Kriterien in allen Bereichen konsequent einführen
  •  Angebote für energie- und klimarelevante Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen
  • Budget zur Unterstützung der Klimaneutralität fixieren, Verwaltung der Rücklagen durch eine unabhängige Organisation (z.B. e5-Team hat die Verwaltung inne)

Handlungsfeld Kommunikation und Kooperation

Im Handlungsfeld 6 Kommunikation und Kooperation ist eine Steigerung zu verzeichnen, was unter anderem den vielen erfolgreichen Schulprojekten und dem Bürgerbeteiligungsprozess im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes zu verdanken ist.

Stärken (Auszug):

  • Gute Öffentlichkeitsarbeit zu den umweltrelevanten Themen
  • Gute regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit zu Klimaschutz- und Umweltthemen
  • Einbezug von Bürgerinnen und Bürgern über Leitbildprozess

Potentiale (Auszug):

  • Judenburg als energieeffiziente Gemeinde besser verkaufen
  • Vereine, Kirche und NGOs verstärkt mit ins Boot holen
Kontaktdaten
Stadtgemeinde Judenburg
A- 8750 Judenburg
Hauptplatz 1

Tel.: +43 3572 83141
Fax: +43 3572 83141 222
E-Mail: post@judenburg.gv.at
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