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Totentanz = Kunst.

Donnerstag, 16. Oktober 2025
Totentanz %3D Kunst.

Totentanz = Kunst.

 

Der Totentanz in der Kunst.
Der Tod tanzt mit jedem – ohne Unterschied. Seit dem Mittelalter ist der Totentanz Sinnbild für die Vergänglichkeit des Lebens und die Gleichheit aller Menschen im Angesicht des Todes. Macht, Reichtum und Stand verlieren jede Bedeutung – „Das letzte Hemd hat keine Taschen.“ Der Tod ist nicht nur Endpunkt, sondern Eckpunkt des Lebens – er fordert zur Auseinandersetzung mit dem Sinn des Daseins auf. So bleibt der Totentanz bis heute faszinierend: Lebende tanzen mit dem Tod.

Obwohl die Zeiten vorbei sind, in denen Menschen an tanzende Tote glaubten, haben die Totentänze nichts von ihrer Faszination verloren. Die Faszination besteht aus dem Paradoxon von Lebenden, die mit dem Tod tanzen. Der Basler Totentanz als eines der berühmtesten Totentanzmotive wurde 1440 von einem unbekannten Maler auf die Laienfriedhofsmauer des Dominikanerklosters gemalt. Das Fresko war zwei Meter und sechzig Meter lang. Es spiegelt die spätmittelalterliche Gesellschaftsordnung wider. Die Attribute bestimmen klar die Zugehörigkeit zur jeweiligen Gesellschaftsklasse.

 

PLO widmet sein Totentanzmotiv den Verstorbenen auf der Streuwiese am Stadtfriedhof

Der Judenburger Friedhof hat ab sofort seinen eigenen „Totentanz“ – gemalt von einem Judenburger Künstler. Helmut A. PLOschnitznigg hat das Werk bereits 1969 erschaffen – den Anstoß lieferten seinerzeit die damals gegenwärtigen Schrecken des Vietnam-Krieges. „Ich wollte den Tod bildlich präsent machen, um uns zur Einsicht und zum Nachdenken aufzurufen. Der Totentanz soll ein Signal sein, sich mit der Vergänglichkeit, dem Sterben und der Endlichkeit unseres Daseins auseinanderzusetzen."

Helmut A. Ploschnitznigg widmet sein Totentanzbild den Verstorbenen der Streuwiese auf dem Stadtfriedhof Judenburg. Da auf der Streuwiese keine Devotionalien (Blumen, Kerzen) erlaubt sind, wurde von Silvia Arlt von der Bestattung Judenburg eine Gedenkecke eingerichtet. Neben dem Totentanzbildnis sind auf einem Bildschirm die Verstorbenen der Streuwiese nach der Beisetzung gelistet und es gibt außerdem die Möglichkeit, digital oder real, eine Gedenkkerze zu entzünden.

 

 

 

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