Stadtgemeinde Judenburg
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Pressemeldungen

Judenburg 1945 – befreit, besetzt, geteilt

Dienstag, 12. April 2005
Im Gedenkjahr 2005 – u.a. 60 Jahre Kriegsende und Zweite Republik, 50 Jahre Staatsvertrag und Neutralität, 10 Jahre EU-Mitgliedschaft – widmet sich auch in Judenburg eine Reihe von Veranstaltungen von Ende April bis Oktober den Ereignissen von Kriegsende bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrages. 
Judenburg nahm nach Kriegsende eine besondere Rolle ein, denn die Demarkationslinie zwischen der britischen und der sowjetischen Zone verlief bis Ende Juli 1945 entlang der Mur und machte Judenburg über Wochen hinweg zur geteilten Stadt. Trauriger Höhepunkt dieser Zeit war am 29. Mai 1945 die Übergabe von 1.600 Kosaken-Offizieren, die in der Deutschen Wehrmacht gegen Stalin gekämpft hatten, an die sowjetischen Truppen.
Ziel der Organisationsplattform, an der neben Schulen (BBA f. KIPÄD, HAK, HS), politischen Organisationen (JG, JVP, SPÖ), Jugendbeirat, Jugendzentrum, Stadtgemeinde, Stadtmuseum und Stadtmarketing auch Kriegsopferverband und Kameradschaftsverbund beratend mitwirken, ist eine unpolitische Aufarbeitung und Darstellung der Geschehnisse dieser Zeit. Initiiert und koordiniert wird die Veranstaltungsreihe von der Jungen Generation Judenburg, die Projektleitung liegt in den Händen von Mag. Isabella Paumgartner und Alexander Hermann. 
Den Auftakt macht ein Gedenken an die Judenburger NS-Opfer mit einem Referat der Zeitzeugin Maria Cäsar beim Maibaumaufstellen der SPÖ Judenburg am 30. April. Am 6. Mai erinnert eine Veranstaltung der Jungen Generation mit Augenzeugenberichten an Ereignisse zu Kriegsende. Eine Ausstellung und Präsentation des Jugendbeirates am 12. Mai widmet sich dem Thema "50 Jahre Staatsvertrag", anschließend findet eine Podiumsdiskussion der JVP zum Thema Neutralität statt. Beim Kosakengedenken am 29. Mai wird auch eine Jugendplattform mitwirken. 
Weitere Veranstaltungen sind eine Gedenksitzung des Judenburger Gemeinderates, Ausstellungen der BBA f. KIPÄD über Kinderbetreuung nach 1945 bzw. der Hauptschule über Schulalltag, Schulleben und Pflichtschulzeit nach 1945. Im Juli findet ein Friedensfest des JUZJU mit einer anschließenden Podiumsdiskussion der JVP über Multikulturalität statt. Die Stadtgemeinde zeigt im September die Filme "Der Bockerer I und II", und eine Podiumsdiskussion der JVP im Okober widmet sich dem Thema Rechtsextremismus und Propaganda einst und jetzt. Zusätzlich werden von den Wirtschafstreibenden gestaltete Auslagen und Schautafeln über die Besatzungszeit informieren. 
Noch immer gesucht werden Fotos, Dokumente etc. aus der Zeit zwischen 1945 und 1955. Die OrganisatorInnen bitten, Zeitzeugnisse ins Bürgerservice zu bringen, damit sie kopiert werden können – es werden keine Originale ausgestellt.

Informationen: Mag. Isabella Paumgartner, 0676/3155933

Organisationsteam der Veranstaltungsreihe Judenburg 1945
Organisationsteam der Veranstaltungsreihe Judenburg 1945 v.l.n.r.: Angelika Pfister (Jugendbeirat), Christoph Mosser (JVP), Birgit Schauperl (Jugendbeirat), Mag. Isabella Paumgartner, Alexander Hermann, Gudrun Wascher (Jugendreferat Stadtgemeinde), Thomas Kreiter (JG). Foto: Stadtgemeinde Söllradl
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