Stadtgemeinde Judenburg
Sie befinden sich hier » Medien / Presse » Presseaussendungen
Drucken

Pressemeldungen

Fünf Hauben für die Umwelt

Freitag, 6. Oktober 2006
Symbolfoto e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden
Judenburg nimmt am "e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden" teil
Ein eigenes Umweltschutzreferat, Umweltausschuss und Umweltbeirat, Öko- und Baumkataster, Förderungen für Wärmedämmung, erneuerbare Energien und Dieselpartikelfilter, Mitgliedschaft beim Klimabündnis, Umwelt- und Energieberatung, Informationsveranstaltungen und vieles mehr – die Stadtgemeinde Judenburg ist beim Umwelt- und Klimaschutz sehr 20 Jahren sehr aktiv. 
Nun geht es noch einen Schritt weiter: Unsere Stadt wurde aufgrund ihres bisherigen Engagements als einzige obersteirische Gemeinde eingeladen, am "e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden" teilzunehmen. Der Gemeinderat hat diese Einladung angenommen und am 14. August den Beitritt zum Programm beschlossen.

Was ist e5?
Gemeinden, die am e5-Programm teilnehmen, formulieren nach einer gründlichen Bestandsaufnahme Energie- und Klimaschutzziele und bemühen sich, diese in gezielten Projekten umzusetzen. Ein eigener e5-Berater (für Judenburg die Energieagentur Obersteiermark), ein umfangreiches Unterstützungs- und Beratungspaket, Erfahrungsaustausch mit anderen Gemeinden und Fortbildungen helfen bei der Erreichung der Ziele. Erfolgreichen Gemeinden winkt, wie bei den Hauben für Restaurants, eine Auszeichnung mit einem bis zu fünf "e" – daher der Name des Programms. 

Was bringt e5?
Energie Sparen ist gleichbedeutend mit Geld Sparen. So bringt e5 in erster Linie eine Kostenreduktion für die Gemeinde und damit auch für die SteuerzahlerInnen, wenn Energie verbrauchende Gebäude und Einrichtungen genau unter die Lupe genommen und Lecks gefunden und abgedichtet werden. Daneben bringt es aber auch mehr Effizienz in der Gemeindeverwaltung, denn zur Erreichung der Ziele müssen die einzelnen Abteilungen eng zusammenarbeiten. Nicht zuletzt bringt e5 mehr Beteiligungsmöglichkeiten für interessierte und engagierte BürgerInnen, denn die Umsetzung der Maßnahmen soll so weit wie möglich unter Einbindung der Bevölkerung erfolgen. 

Welche Bereiche der Gemeindeverwaltung betrifft e5?
Stadtplanung und Baubewilligungen, gemeindeeigene Gebäude und Anlagen (Schulen, Verwaltungsgebäude, Kindergärten, Straßenbeleuchtung, Bauhof...), die kommunale Ver- und Entsorgung (Energie, Wasser, Abwasser, Abfall) und Mobilität (motorisierter Individualverkehr, FußgängerInnen, RadfahrerInnen, öffentlicher Verkehr, verwaltungsinterne Mobilität). Auch die interne Organisation ist betroffen, denn es braucht eine effiziente und kontinuierliche energiepolitische Arbeit in der Gemeindeverwaltung (Energiebeauftragte, Gründung und Pflege einer Energiegruppe, ressortübergreifende Kooperationen, regelmäßige Erfolgskontrolle...). Wichtig sind auch Bewusstseinsbildung und Motivation, Kommunikation und Kooperationen zwischen den AkteurInnen sowie zwischen Verwaltung und Bevölkerung (Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Veranstaltungen, Förderungen).

Wie funktioniert e5?
Zu Beginn des Programms werden alle relevanten Handlungsfelder der Gemeinde erfasst. Für Bereiche mit Verbesserungsbedarf werden klare Teilziele zur schrittweisen Verbesserung formuliert. Zur Umsetzung der Ziele müssen aktive Menschen innerhalb der Gemeinde (Politik, Verwaltung, BürgerInnen, Betriebe, Initiativen etc.) vernetzt werden, die bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen Weiterbildung und Unterstützung durch das e5-Beraternetzwerk erhalten. Um Erfolge messbar und sichtbar zu machen, gibt es eine regelmäßige interne und externe Erfolgskontrolle sowie die Auszeichnung der Gemeinde, wenn sie ihre Ziele erreicht hat. 

Interessiert an e5?
Die Umsetzung des e5-Programms wird ein jahrelanger Prozess werden, in dem sich sicherlich viele Möglichkeiten ergeben werden, wie sich interessierte Menschen einbringen können. Das Umweltreferat wird Sie über die Entwicklung des Programms auf dem Laufenden halten und freut sich auf Ihre Ideen, Anregungen und/oder Mitarbeit!
« zurück zu allen Pressemeldungen