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Pressemeldungen

Mit e5 näher zum Kyoto-Ziel

Dienstag, 5. Dezember 2006
Judenburg spart Treibhausgase, Energie und Geld
Minus 13 % weniger Treibhausgase gegenüber 1990 bis 2010 sehen die EU-internen Vereinbarungen zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls für Österreich vor. Vier Jahre vor Ablauf der Periode sieht die Bilanz düster aus: Anstatt zu sinken, sind die Emissionen gestiegen, Österreich ist vom Kyoto-Ziel 28,7 % entfernt. Die größten Treibhausgasproduzenten sind Industrie und Verkehr, gefolgt von Energie- und Raumwärmeerzeugung – mit Ausnahme der Industrie alles Bereiche, zu denen jeder Haushalt beiträgt und wo Emissionen eingespart werden können.

Auch Gemeinden leisten ihren Beitrag zum Treibhauseffekt – umso wichtiger ist es, dass sie mit gutem Beispiel voran gehen und Maßnahmen zum Klimaschutz treffen. Judenburg nimmt seine Verantwortung für das Klima seit 20 Jahren mit Umweltschutzreferat, Förderungen für Energiesparmaßnahmen, Klimabündnismitgliedschaft, Energieberatung u.v.m. wahr. Im September beschloss der Gemeinderat zusätzlich die Teilnahme am "e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden".

"e" steht für Energie und Ressourcen Sparen, "5" für die fünf möglichen Auszeichnungs-"e"s, die eine erfolgreiche Gemeinde bekommen kann. Ziel des e5-Programmes ist es, durch eine gründliche Bestandsaufnahme in allen Bereichen der kommunalen Verwaltung Bereiche zu finden, in denen Energie, Ressourcen und Verkehr eingespart werden können, Effizienzmaßnahmen zu entwickeln und diese in abteilungsübergreifender Zusammenarbeit umzusetzen. Weil Energie Sparen gleich bedeutend mit Geld Sparen ist, bringt das e5-Programm auch eine Kostenreduktion für die Gemeinde und damit für die SteuerzahlerInnen mit sich. Nicht zuletzt bedeutet e5 auch mehr Beteiligungsmöglichkeiten für interessierte und engagierte BürgerInnen, da die Umsetzung der Maßnahmen so weit wie möglich unter Einbindung der Bevölkerung erfolgen soll. 

Nachdem der offizielle Startschuss für Judenburgs e5-Aktivitäten bereits mit dem Gemeinderatsbeschluss im September gefallen war, erfolgte vor kurzem der "echte" Auftakt mit der Unterzeichnung der Basisvereinbarung durch Bgm. Grete Gruber und dem ersten Arbeitstreffen des e5-Teams, das die Maßnahmen planen und deren Umsetzung koordinieren wird. Zu Beginn stehen eine Bestandsaufnahme und die Durchforstung aller relevanten Gemeindebereiche, wie Stadtplanung, gemeindeeigene Gebäude und Anlagen, kommunale Ver- und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, Öffentlichkeitsarbeit usw., nach Verbesserungspotenzialen. Nach der Auswertung der Ergebnisse wird das e5-Team gemeinsam mit "seinem" e5-Betreuer, DI (FH) Harald Bergmann von der Energieagentur Obersteiermark, im Frühjahr die ersten Maßnahmen planen und an deren Umsetzung gehen. Im Sommer sollten erste Ergebnisse vorliegen, mit denen sich Judenburg der ersten externen Bewertung – und möglicherweise ersten Auszeichnung – stellen wird.
Die Bürgermeisterin Grete Gruber bei der Unterzeichnung der Basisvereinbarung
Die Bürgermeisterin Grete Gruber bei der
Unterzeichnung der Basisvereinbarung
Das e5-Team beim ersten Arbeitstreffen mit DI (FH) Harald Bergmann von der Energieagentur Obersteiermark (mitte)
Das e5-Team beim ersten Arbeitstreffen mit DI (FH) Harald
Bergmann von der Energieagentur Obersteiermark (mitte)

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