Stadtgemeinde Judenburg
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Pressemeldungen

Neue Entwicklung in der Causa Murbrücke

Montag, 21. April 2008
In der Diskussion um Sanierung oder Neubau der Murbrücke scheint sich nunmehr eine mögliche Lösung abzuzeichnen: Nachdem die Brücke nicht aus dem Denkmalschutz entlassen wird, sagte Landeshauptmann Voves Mittel zur Sanierung zu. 
Die Vorgeschichte reicht bis in das Jahr 2004 zurück, als Anrainer die Stadtgemeinde auf abbröckelnde Steine hinwiesen. Da die Stadt Judenburg nicht Eigentümerin der Murbrücke und somit nicht für deren Erhaltung zuständig ist, wurden die Hinweise an die Baubezirksleitung als Vertreterin des Landes weitergeleitet. Diese teilte auf mehrfache telefonische Anfrage 2004 und 2005 hin mit, dass die Murbrücke laufend kontrolliert werde und in Ordnung sei. 2005 wurde bei einer Untersuchung jedoch plötzlich festgestellt, dass der Zustand der Brücke äußerst mangelhaft ist und bis Juni 2008 Sanierungsschritte zu unternehmen sind, sonst droht die Totalsperre. 
Anfang 2006 wurde seitens des Landes mit Planungen begonnen, die aus Kostengründen die Aufschüttung eines für das Ortsbild inakzeptablen Dammes vorsahen. Weitere notwendige Vorbereitungen für eine Brückensanierung bzw. einen Brückenneubau wurden jedoch nicht durchgeführt. Da Brücken im Besitz der öffentlichen Hand automatisch per Gesetz unter Denkmalschutz stehen, musste die Landesbaudirektion als Brückenerhalter beim Denkmalamt um Erlaubnis für die „Zerstörung eines Denkmales” ansuchen.
Als Ergebnis dieses Verfahrens wurde kürzlich vom Denkmalamt verlautbart, dass die Brücke nicht aus dem Denkmalschutz entlassen werde und folglich nur die Möglichkeit einer Sanierung bleibe. Die zuständige Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder kündigte daraufhin an, nötigenfalls einen Rechtsstreit anzustrengen, um den von ihr angestrebten Neubau durchführen zu können. Ein monate- bis jahrelanger Rechtstreit hätte jedoch gravierende Folgen für die Judenburger Innenstadt. Diese leidet bereits jetzt unter der im Herbst 2007 verhängten Sperre der Murbrücke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen und wäre im Falle einer Totalsperre ab Jahresende von Norden her gar nicht mehr erreichbar. 
Um eine Sperre der Murbrücke und damit eine Blockade der Zufahrt in die Judenburger Innenstadt zu verhindern, sagte jetzt Landeshauptmann Mag. Franz Voves seine Unterstützung zu. Wie Landeskonservator Dr. Christian Brugger in einer gemeinsamem Besprechung mit Vertretern des Bundesdenkmalamtes, der Stadtgemeinde Judenburg und der zuständigen Stelle des Landes mitteilte, wird der Landeshauptmann 1,25 Mio. € an Bedarfszuweisungs-mitteln zur Sanierung der Brücke zur Verfügung stellen. Um die Behinderung der Zufahrt in das Stadtzentrum so gering wie möglich zu halten, soll eine Ersatzbrücke errichtet werden. Die Aufträge zur Sanierung der Murbrücke und zur Beistellung einer Ersatzbrücke werden gerade ausgeschrieben.


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