Stadtgemeinde Judenburg
Sie befinden sich hier » Medien / Presse » Presseaussendungen
Drucken

Pressemeldungen

Stadtgemeinde Judenburg zeichnete vorbildliche Umweltschützer aus.

Freitag, 27. Februar 2009
Kleinere Füße sind gefragt… 
Hätten Sie gedacht, dass Ihre Schuhgröße Einfluss auf das Überleben des Planeten hat? Nicht so sehr der tatsächliche Abstand zwischen Ferse und Großzehenspitze ist jedoch dafür ausschlaggebend, sondern unser ökologischer Fußabdruck. Dieser zeigt an, wie groß unsere Spur ist, die wir mit unserem Lebensstil auf der Erde hinterlassen – und wir leben eindeutig auf zu großen Fuß. 

Die Verleihung des Umweltschutzpreises der Stadtgemeinde Judenburg am 11. Feber stand ganz im Zeichen des Fußabdrucks und zeigte theoretisch und anhand praktischer Beispiele, wie man diesen gesundschrumpfen kann. 

Bürgermeisterin Grete Gruber begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste zu der Veranstaltung, bei der alle zwei bis drei Jahre Judenburger BürgerInnen, Firmen und Institutionen für besonders bemerkenswertes umweltfreundliches Verhalten und Initiativen ausgezeichnet werden. Den Umweltschutzpreis gibt es seit 1986, als Jury fungiert der Umweltbeirat, der die KandidatInnen dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorschlägt. Insgesamt werden Preise und Preisgelder im Wert von 1400 € vergeben. 

LAbg. Gabi Kolar überbrachte die Grußworte von Umweltlandesrat Wegscheider, ehe Umweltreferent Stadtrat Dr. Franz Bachmann die Schwerpunkte der Judenburger Umweltarbeit der letzten Jahre Revue passieren ließ. 
Anschließend führte Michael Schwingshackl von der „Plattform Footprint" in einem hochinteressanten Referat in das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks ein und zeigte anschaulich, wie der Lebensstil eines jeden einzelnen von uns Einfluss auf das Wohlergehen der gesamten Menschheit und der ganzen Erde nimmt. Das Referat bildete eine hervorragende Überleitung zur Präsentation der PreisträgerInnen durch Mag.a Eva Volkar und Helfried Kreiter vom Umweltschutzreferat: Die vorgestellten einzelnen Menschen, Betriebe und Institutionen leisten, jede/r für sich, einen großen Beitrag zum Schutz der Natur und damit auch zum Wohl aller jetzt und nach uns lebenden Menschen, wenn ihnen das selbst vielleicht gar nicht so bewusst ist. Frau Bgm. Gruber und Umweltreferent Dr. Bachmann dankten den Ausgezeichnete mit Urkunden und Geschenken im Namen der Stadt für ihr Engagement.
Bürgermeisterin Grete Gruber
LAbg. Gabi Kolar
Umweltreferent Stadtrat Dr. Franz Bachmann
Michael Schwingshackl von der Plattform Footprint

In der Kategorie Betriebe und Institutionen wurden ausgezeichnet

Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Ennstal 

Die Siedlungsgenossenschaft hat bei ihren Wohnhäusern in der Johann-Strauß-Gasse sowie in der Neuen Frauengasse Solaranlagen installiert und ist allgemein vorbildhaft bei der Errichtung von Solaranlagen. In den letzten zehn Jahren wurden kaum Wohnbauten ohne Solaranlagen errichtet, auch schon, bevor dies gesetzlich vorgeschrieben war. Auf der Homepage der Genossenschaft können online die Solarerträge und Heizungsverbräuche der Anlagen eingesehen werden. Die Wohnhäuser der Genossenschaft Ennstal in der Johann-Strauß-Gasse waren außerdem die ersten Geschossbauten mit vier Stockwerken in Holzbauweise in der Steiermark. 


Gemeinnützige Wohn- und Siedlungs-genossenschaft Ennstal
v.l.n.r.: Baumeister Ing. Anton Mössner,
Vorst. Dir. Ing. Wolfram Sacherer, Bgm. Grete Gruber,
Stadtrat Dr. Franz Bachmann, DI Erich Seix

Rottenmanner Bau- und Siedlungs-genossenschaft

Rottenmanner Bau- und Siedlungs-genossenschaft

Die Rottenmanner Bau- und Siedlungs-genossenschaft hat auf ihrem neu errichteten Wohnhaus in der Alban-Berg-Gasse eine Solaranlage mit 60 m2 installiert. Obmann Dir. Dr. Schwaiger (Im Bild) war mit seinen Stellvertreter Dir. Baumeister DI (FH) Nerwein zur Verleihung angereist und nahm die Auszeichnung entgegen. 

Die Auszeichnung der beiden Siedlungs-genossenschaften soll Vorbildwirkung auch für private Hausbesitzer haben und zeigen, dass Solaranlagen auch auf mehrgeschossigen Wohnhäusern errichtet werden können.


BG/ BRG Judenburg
Das Gymnasium Judenburg unter der Leitung von Dir. Mag. Johann Mischlinger (rechts im Bild) ist sehr darum bemüht, seine SchülerInnen bei der Durchführung von Umweltprojekten zu fördern. 
Das BG/BRG Judenburg hat bereits bei zahlreichen Umweltprojekten in der Region mitgewirkt, ist bei nationalen und internationalen Initiativen aktiv und nimmt (oft als einzige Schule Österreichs) an internationalen Konferenzen teil. Für diese Initiativen wurde das BG/BRG Judenburg auch schon mit vielen Preisen ausgezeichnet.
BG/BRG Judenburg
 
Pfarre St. Magdalena
Pfarre Judenburg - St. Magdalena 
Die Pfarre St. Magdalena führt auf Anregung der Frauenrunde seit fast 30 Jahren alljährlich unter großem Aufwand einen Flohmarkt mit Kleidung, Büchern, Spielsachen und Haushaltsartikeln durch, an dem zwischen 25 und 30 ehrenamtliche MitarbeiterInnen mitwirken. Der Erlös wird zu gleichen Teilen für die Pfarrcaritas, Möbel für den Pfarrhof und die Kongo-Partnerschaft verwendet. Die nicht verkaufte Ware wird sortiert und zur Verwertung bzw. Entsorgung weitergegeben.

Links im Bild: Organisationsteam Peter Guggenberger,
Sylvia Tockner, Lucia Hatzl und Anna Pichler
(Frauenrunde) (v.l.n.r.) mit Helfried Kreiter und
Mag.a Eva Volkar vom Umweltschutzreferat.

Kinderflohmarkt
Seit zehn Jahren gibt es fünf Mal im Jahr einen regelmäßigen Kinderflohmarkt am Judenburger Hauptplatz, bei dem Kinder kostenlos teilnehmen und alte Spielsachen verkaufen können, die sonst wohl im Müll gelandet wären. Seit 2005 hat das Stadtmarketing die Organisation des Flohmarktes und des Kinderflohmarktes inne. Die gute Seele des Flohmarktes ist Irmtraud Kreinig, die diese Einrichtung von Anfang an organisiert und betreut hat. Frau Kreinig ist nach wie vor Ansprechperson vor Ort und erledigt die Plakatierung und Ankündigung in den Flohmarkt-Zeitungen. 

Im Bild v.l.: Irmgard Kreinig, Karoline Straner und Heinz Mitteregger (Stadtmarketing)
Kinderflohmarkt

In der Kategorie Privatpersonen erhielten den Umweltschutzpreis:

Hausgemeinschaften Peter-Rosegger-Gasse 34 und 36
Hausgemeinschaften der 
Peter-Rosegger-Gasse 34 und 36
Nach einer umfassenden wärmetechnischen Sanierung vor einigen Jahren haben sich die beiden Hausgemeinschaften dazu entschlossen, für die Warmwassernutzung eine Solaranlage installieren zu lassen. Die Solaranlage mit einer Kollektorfläche von 84 m2 wurde von der Fa. Vogl (Obdach) im Jahr 2008 errichtet und in Betrieb genommen. Großen Anteil an dieser Initiative hatte auch Hausverwalter Josef Suppan, der bereits 2006 mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet wurde. 

Im Bild v.l.: Josef Suppan, Waltraud Hölz und Gerald Volkar

Josef Enko 
Josef Enko ist Schulwart an der HAK Judenburg und hat in seiner Freizeit, auf eigene Kosten und mit viel Aufwand einen Trinkwasserbrunnen in der Aula der Schule errichtet, damit die SchülerInnen mehr Leitungswasser anstatt abgefüllter Getränke trinken. Technik, Umfeld und Material für den Trinkwasserbrunnen hat er selbst beigesteuert und den Sölker Marmor für den Brunnen selbst aufgebracht, gebrochen und geschliffen. Die Wassertechnik wurde kostenlos von der Firma Gerhard Hölzl zur Verfügung gestellt. Eine Projektgruppe der HAK organisierte die Eröffnung des Trinkbrunnens mit zahlreichen Sponsoren.
Josef Enko

Fritz Gaulhofer
Fritz Gaulhofer
Herr Gaulhofer hält mit Fleiß und Geschick die Bänke am Lichtensteinberg in Stand und entfernt er immer wieder Müll aus dem Wald. 

Erich Schlacher
Herr Schlacher ist 83 Jahre alt und fährt das ganze Jahr über täglich mit dem Rad – besser gesagt mit einem seiner sechs Räder, mit denen er für jede Straßen- und Wetterlage gerüstet ist. Er erhielt den Umweltschutzpreis stellvertretend für alle anderen BürgerInnen, die derart konsequent so umweltfreundlich unterwegs sind. 

Herr Schlacher konnte bei der Umweltschutzpreisverleihung wegen einer Erkrankung leider nicht teilnehmen.
Erich Schlacher

« zurück zu allen Pressemeldungen