Umweltschutzpreis
2008
Kleinere Füße sind
gefragt…
Stadtgemeinde
Judenburg zeichnete vorbildliche Umweltschützer aus.
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Hätten Sie gedacht, dass Ihre
Schuhgröße Einfluss auf das Überleben des Planeten hat? Nicht so sehr
der tatsächliche Abstand zwischen Ferse und Großzehenspitze ist jedoch
dafür ausschlaggebend, sondern unser ökologischer Fußabdruck. Dieser
zeigt an, wie groß unsere Spur ist, die wir mit unserem Lebensstil auf
der Erde hinterlassen – und wir leben eindeutig auf zu großen Fuß.
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Die Verleihung des
Umweltschutzpreises der Stadtgemeinde Judenburg am 11. Feber stand ganz
im Zeichen des Fußabdrucks und zeigte theoretisch und anhand praktischer
Beispiele, wie man diesen gesundschrumpfen kann. |
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Bürgermeisterin Grete Gruber
begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste zu der Veranstaltung, bei der
alle zwei bis drei Jahre Judenburger BürgerInnen, Firmen und
Institutionen für besonders bemerkenswertes umweltfreundliches Verhalten
und Initiativen ausgezeichnet werden. Den Umweltschutzpreis gibt es seit
1986, als Jury fungiert der Umweltbeirat, der die KandidatInnen dem
Stadtrat zur Beschlussfassung vorschlägt. Insgesamt werden Preise und
Preisgelder im Wert von 1400 € vergeben. |
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LAbg. Gabi Kolar überbrachte
die Grußworte von Umweltlandesrat Wegscheider, ehe Umweltreferent
Stadtrat Dr. Franz Bachmann die Schwerpunkte der Judenburger
Umweltarbeit der letzten Jahre Reue passieren ließ.
Anschließend führte Michael
Schwingshackl von der „Plattform Footprint“ in einem hochinteressanten
Referat in das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks ein und zeigte
anschaulich, wie der Lebensstil eines jeden einzelnen von uns Einfluss
auf das Wohlergehen der gesamten Menschheit und der ganzen Erde nimmt.
Das Referat bildete eine hervorragende Überleitung zur Präsentation der
PreisträgerInnen durch Mag.a Eva Volkar und Helfried Kreiter
vom Umweltschutzreferat: Die vorgestellten einzelnen Menschen, Betriebe
und Institutionen leisten, jede/r für sich, einen großen Beitrag zum
Schutz der Natur und damit auch zum Wohl aller jetzt und nach uns
lebenden Menschen, wenn ihnen das selbst vielleicht gar nicht so bewusst
ist. Frau Bgm. Gruber und Umweltreferent Dr. Bachmann dankten den
Ausgezeichnete mit Urkunden und Geschenken im Namen der Stadt für ihr
Engagement. |
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In der Kategorie
Betriebe und Institutionen wurden ausgezeichnet:
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Gemeinnützige
Wohn- und Siedlungs-genossenschaft Ennstal
Die Siedlungsgenossenschaft
hat bei ihren Wohnhäusern in der Johann-Strauß-Gasse sowie in der Neuen
Frauengasse Solaranlagen installiert und ist allgemein vorbildhaft bei
der Errichtung von Solaranlagen. In den letzten zehn Jahren wurden kaum
Wohnbauten ohne Solaranlagen errichtet, auch schon, bevor dies
gesetzlich vorgeschrieben war. Auf
der Homepage der Genossenschaft können
online die Solarerträge und Heizungsverbräuche der Anlagen eingesehen
werden. Die Wohnhäuser der Genossenschaft Ennstal in der
Johann-Strauß-Gasse waren außerdem die
ersten Geschossbauten mit
vier Stockwerken in Holzbauweise in der Steiermark. |

v.l.n.r.:
Baumeister Ing. Anton Mössner, Vorstand Dir. Ing. Wolfram Sacherer, Bgm.
Grete Gruber, STR Dr. Franz Bachmann, DI Erich Seix |
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Rottenmanner
Bau- und Siedlungs-genossenschaft
Die Rottenmanner Bau- und
Siedlungs-genossenschaft hat auf ihrem neu errichteten Wohnhaus in der
Alban-Berg-Gasse eine Solaranlage mit 60 m² installiert.
Obmann Dir. Dr. Schwaiger (Im
Bild) war mit seinen Stellvertreter Dir. Baumeister DI (FH) Nerwein zur
Verleihung angereist und nahm die Auszeichnung entgegen.
Die Auszeichnung der beiden
Siedlungs-genossenschaften soll Vorbildwirkung auch für private
Hausbesitzer haben und zeigen, dass Solaranlagen auch auf
mehrgeschossigen Wohnhäusern errichtet werden können. |
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BG/ BRG Judenburg
Das Gymnasium Judenburg unter der
Leitung von Dir. Mag. Johann Mischlinger (rechts im Bild) ist sehr darum
bemüht, seine SchülerInnen bei der Durchführung von Umweltprojekten zu
fördern.
Das BG/BRG Judenburg hat bereits bei
zahlreichen Umweltprojekten in der Region mitgewirkt, ist bei nationalen
und internationalen Initiativen aktiv und nimmt (oft als einzige Schule
Österreichs) an internationalen Konferenzen teil. Für diese Initiativen
wurde das BG/BRG Judenburg auch schon mit vielen Preisen ausgezeichnet.
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Pfarre Judenburg - St.
Magdalena
Die Pfarre St. Magdalena führt auf
Anregung der Frauenrunde seit fast 30 Jahren alljährlich unter großem
Aufwand einen Flohmarkt mit Kleidung, Büchern, Spielsachen und
Haushaltsartikeln durch, an dem zwischen 25 und 30 ehrenamtliche
MitarbeiterInnen mitwirken. Der Erlös wird zu gleichen Teilen für die
Pfarrcaritas, Möbel für den Pfarrhof und die Kongo-Partnerschaft
verwendet. Die nicht verkaufte Ware wird sortiert und zur Verwertung
bzw. Entsorgung weitergegeben.
Links im Bild:
Organisationsteam Peter Guggenberger, Sylvia Tockner, Lucia Hatzl und
Anna Pichler (Frauenrunde) (v.l.n.r.) mit Helfried Kreiter und Mag.a
Eva Volkar vom Umweltschutzreferat. |
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Kinderflohmarkt
Seit zehn Jahren gibt es fünf Mal im
Jahr einen regelmäßigen Kinderflohmarkt am Judenburger Hauptplatz, bei
dem Kinder kostenlos teilnehmen und alte Spielsachen verkaufen können,
die sonst wohl im Müll gelandet wären. Seit 2005 hat das Stadtmarketing
die Organisation des Flohmarktes und des Kinderflohmarktes inne.
Die gute Seele des Flohmarktes ist
Irmtraud Kreinig, die diese Einrichtung von Anfang an organisiert und
betreut hat. Frau Kreinig ist nach wie vor Ansprechperson vor Ort und
erledigt die Plakatierung und Ankündigung in den Flohmarkt-Zeitungen.
Im Bild v.l.:
Irmgard Kreinig, Karoline Straner und Heinz Mitteregger (Stadtmarketing) |
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In der Kategorie
Privatpersonen erhielten den Umweltschutzpreis: |
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Hausgemeinschaften
Peter-Rosegger-Gasse 34 und 36
Nach einer umfassenden
wärmetechnischen Sanierung vor einigen Jahren haben sich die beiden
Hausgemeinschaften dazu entschlossen, für die Warmwassernutzung eine
Solaranlage installieren zu lassen. Die Solaranlage mit einer
Kollektorfläche von 84 m2 wurde von der Fa. Vogl (Obdach) im
Jahr 2008 errichtet und in Betrieb genommen. Großen Anteil an dieser
Initiative hatte auch Hausverwalter Josef Suppan, der bereits 2006 mit
dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet wurde.
Im Bild
v.l.: Josef Suppan, Waltraud Hölz und Gerald Volkar |
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Josef Enko
Josef Enko ist Schulwart an
der HAK Judenburg und hat in seiner Freizeit, auf eigene Kosten und mit
viel Aufwand einen Trinkwasserbrunnen in der Aula der Schule errichtet,
damit die SchülerInnen mehr Leitungswasser anstatt abgefüllter Getränke
trinken. Technik, Umfeld und
Material für den Trinkwasserbrunnen hat er selbst beigesteuert und den
Sölker Marmor für den Brunnen selbst aufgebracht, gebrochen und
geschliffen. Die Wassertechnik wurde kostenlos von der Firma Gerhard
Hölzl zur Verfügung gestellt. Eine Projektgruppe der HAK organisierte
die Eröffnung des Trinkbrunnens mit zahlreichen Sponsoren. |
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Fritz Gaulhofer
Herr Gaulhofer hält mit Fleiß
und Geschick die Bänke am Lichtensteinberg in Stand und entfernt er
immer wieder Müll aus dem Wald.
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Erich Schlacher
Herr Schlacher ist 83 Jahre alt und
fährt das ganze Jahr über täglich mit dem Rad – besser gesagt mit einem
seiner sechs Räder, mit denen er für jede Straßen- und Wetterlage
gerüstet ist. Er erhielt den Umweltschutzpreis stellvertretend für alle
anderen BürgerInnen, die derart konsequent so umweltfreundlich unterwegs
sind.
Herr Schlacher konnte bei der
Umweltschutzpreisverleihung wegen einer Erkrankung leider nicht
teilnehmen. |
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