
treffpunkt:beteiligung.
Wir gestalten mit!
Was bringt Bürgerbeteiligung?
Die Menschen in der Stadt bei Entscheidungen, die sie betreffen, mit
einzubeziehen, ist eine wichtige Voraussetzung für gelebte Demokratie
und eine zukunftsträchtige Entwicklung. Egal, ob es sich um Kinder,
Jugendliche oder Erwachsene, Männer oder Frauen handelt – die Menschen
einer Stadt wissen viel, haben gute Ideen und eigene Vorstellungen, wie
Dinge umgesetzt werden kann. Beteiligung ist aber nicht nur eine
wertvolle Ressource, derer sich die Gemeinde bedienen kann, wenn sie
drauf Lust hast, sondern das EU-Weißbuch, das steirische
Volksrechtegesetz und auch die Kinderrechte sprechen sogar von einem
Recht auf Beteiligung.
Bürgerbeteiligung hat viele Vorteile: Die Bürgerinnen und Bürger
werden dazu animiert, verstärkt Verantwortung für die Gestaltung und
Entwicklung ihrer Stadt zu übernehmen, die Akzeptanz politischer
Entscheidungen steigt, Demokratie und Engagement können als etwas
Wirkungsvolles und Lebendiges erfahren werden.
Bürgerbeteiligung in Judenburg
Bürgerbeteiligung hat in Judenburg bereits Tradition. Neben Umwelt-
und Jugendbeirat bemüht sich auch ein eigener Ausschuss für
Bürgerbeteiligung und Bürgerservice um mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten
für BürgerInnen. Mit großem Erfolg wird Beteiligung seit Jahren bei der
Planung von Spielplätzen praktiziert, wo die besten Ideen von den
Kindern und Jugendlichen selbst kommen. Auch Projekte mit Jugendlichen
werden durchgeführt. Die größte Unternehmung in Sachen Bürgerbeteiligung
war bisher die Zukunftskonferenz 2002, bei der mehr als 60 engagierte
JudenburgerInnen Ideen für ihre Stadt entwickelten. Daraus
hervorgegangen sind u.a. der Radweg Laßnitzleit’n und der Sternenturm.
Bürgerbeteiligung kann aber immer noch ein Stück weiter gehen.
Deshalb hat Judenburg die Chance wahrgenommen, einen Prozess zu starten,
in dem alle Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene,
VerwaltungsbeamtInnen und PolitikerInnen – überlegen, erarbeiten und
ausprobieren, wie Beteiligung zu einem fixen Bestandteil von Politik und
Verwaltung werden kann.
Das Projekt „treffpunkt:beteiligung. Wir gestalten mit!“
Das Büro von Landeshauptmann Mag. Franz Voves hat Judenburg
eingeladen, im Rahmen eines steirischen Pilotprojektes Beteiligung zu
einem fixen Bestandteil von Politik und Verwaltung zu machen.
Das Projekt wurde anfangs betreut von Daniela Köck und Stefan Perschler von der Kommunalen
Beratungsstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung. Nach
dem Weggang von Stefan Perschler und der Zusammenlegung der KBS mit
yougend.st erfolgt die Begleitung des Projektes durch
beteiligung.st, der neuen Fachstelle des Landes Steiermark für Kinder-,
Jugend- und BürgerInnenbeteiligung unter der Leitung von Daniela Köck.
Zu Begin vom treffpunkt:beteiligung wird
erhoben, was die Menschen in Judenburg brauchen, um sich wohl zu fühlen,
und wie sie ihre Anliegen mit Unterstützung der Stadtgemeinde umsetzen
können. Alle Menschen, egal, welchen Geschlechts, Alters und Berufs,
sollen die Möglichkeit bekommen, sich in die Gestaltung ihrer Stadt
einzubringen. Am Ende der Projektphase sollen alle wissen, wie
Beteiligung funktioniert: Die Bevölkerung soll wissen, an wen sie sich
wenden kann, wenn sie etwas umsetzen möchte. Politik und Verwaltung
sollen die Betroffenen nach Möglichkeit in ihre Entscheidungen mit
einbinden. Die in Judenburg gemachten Erfahrungen sollen dann von Nutzen
für andere Gemeinden sein.
Gestalten auch Sie mit!
Sie alle, die Sie sich in Judenburg daheim fühlen, sind eingeladen,
sich und Ihre Ideen einzubringen und unsere Stadt zu ihrem Besten
mitzugestalten!
Viele Erfahrungen wurden in Judenburg schon gesammelt, viele Ideen sind
schon in den Köpfen, andere werden sich entwickeln… Viele Kräfte
gemeinsam können etwas bewirken, und das nicht nur in einer einmaligen
Aktion, sondern von nun regelmäßig und mit System. Es liegt an uns
Menschen in Judenburg, das Beste aus unserem Leben in dieser Stadt zu
machen.
Projektbeschreibung kurz
|